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COVID-19

Was ist “Long Covid”?

Momentan werden Studien durchgeführt, um langfristige Nachwirkungen einer SARS-CoV-2 Infektion zu untersuchen. Was ist “Long Covid”? Etwa 10-20% aller Hospitalisierten haben noch 6 Monate nach einer Infektion andauernde gesundheitliche Probleme. Neuere Studien deuten sogar auf 30% aller Infizierten hin, die nach 9 Monaten auch trotz nur mildem Verlauf immer noch Beschwerden haben.

Zu den Long-Covid Symptomen zählen u.a. Kurzatmigkeit, andauerndes Fieber und chronische Müdigkeit bis hin zur Arbeitsunfähigkeit. Über die Ursachen von “Long Covid” wird noch spekuliert. Mehrere Theorien werden momentan geprüft. Man vermutet eine Autoimmunerkrankung, chronische SARS-CoV-2 Infektion, oder Schädigung der Mitochondrien, Adern oder Lungen.

Bisher gibt es leider keinen Therapieansatz der über allgemeine Unterstützung der Patienten hinaus geht. Hoffnung besteht, dass Impfungen auch vor Long-Covid schützen oder sogar zur Heilung eingesetzt werden können. Durch die Forschung im Bereich der chronischen Müdigkeit könnten auch Patienten profitieren, die aus anderen Gründen daran leiden. Bis wir mehr über Ursachen und Anzahl Betroffener wissen, sollten wir alle versuchen, die Anzahl Infizierter so gering wie möglich zu halten.

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COVID-19 Influenza

Corona Symptome: Influenza vs COVID-19

Wie unterscheiden sich die Corona Symptome: Influenza vs COVID-19? Welche Rolle spielt dabei der Geruchssinn? Warum ist dessen ein typisches Symptom für COVID-19 wenn es bei Influenza doch auch auftritt?

Um Zellen zu infizieren müssen Viren erst einen Weg finden, an ihnen anzudocken. Influenza-Viren docken an die auf Zellen befindliche Sialinsäure. Potentiell kann Influenza dadurch den ganzen Körper betreffen. Aufgrund der unspezifischen Bindung an alle Zellen breiten sich Influenza-Viren im Körper flächenmäßig aus. Entsprechend zeigen sich anfangs größere Entzündungsherde (Symptome) in Nase und Rachenraum, in schweren Fällen eine Lungenentzündung. Influenza-Viren können auch innere Organe wie das Herz infizieren. Deshalb ist es wichtig, sich während und nach einer Grippe zu schonen. Körperliche Schonung verringert die Wahrscheinlichkeit einer Verteilung des Virus im Körper.

SARS-CoV-2 bindet sich dagegen speziell an Zellen mit ACE2 Rezeptoren. Diese existieren vor allem in Lunge, Dünndarm, und Nieren, aber auch auf Nerven. SARS-CoV-2 greift insbesondere die Geruchsnerven in der Nase an, was zum Verlust des Geruchssinns führen kann.

Infektionen mit SARS-CoV-2 sind also gezielter und lösen nicht unbedingt großflächige Entzündungen wie bei der Grippe (Symptome!) aus. Man kann an COVID-19 erkranken ohne typische Symptome wie Schnupfen oder Husten zu zeigen. Dies erklärt die zahlreichen Berichte von Geruchsverlust ohne sonstige Symptome, aber auch die Infektionen durch symptomlose Menschen. Entsprechend nennt man den Verlust des Geruchssinns ein spezifisches Symptom einer Infektion mit SARS-CoV-2. Das erklärt auch, weshalb Abstandhalten und Tragen der Maske sinnvoll ist, selbst wenn man selbst keine Symptome zeigt.

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COVID-19 Lockdown

Mittlere COVID-19 Sterbealter über Lebenserwartung?

Warum liegt das mittlere COVID-19 Sterbealter über der durchschnittlichen Lebenserwartung? Das durchschnittliche Alter eines an COVID-19 Verstorbenen beträgt etwa 81 Jahre. Die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland liegt etwas unter 81 Jahren. Wie kann das sein? Sind an COVID-19 Erkrankte gesünder als diejenigen, die sich nicht infizieren?

Statistisch betrachtet kann es sein, dass gesündere ältere Menschen mehr Kontakte pflegen und sich somit eher anstecken. Die 81 Jahre beziehen sich aber auf Lebenserwartung bei Geburt. Diese Zahl kann man nicht mit dem Sterbealter vergleichen. Ein heute 81-jähriger Mensch hat eine Lebenserwartung von etwa 9 weiteren Jahren. COVID-19 kostet im Schnitt also 9 Lebensjahre.

Für den Sommer müssen wir aufpassen, nicht zu leichtsinnig zu sein. Auch jüngere Menschen müssen wegen COVID-19 auf die Intensivstation.

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